Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung gehört zu den Versicherungen, die nur im Schadensfall leisten und die nicht jeder braucht. Sie kann trotzdem sinnvoll sein, denn sie bietet neben einem Schutz vor Rechtsanwaltskosten auch weitere Vorteile.

Recht bekommen sollte keine Frage des Geldes sein

Seine rechtlichen Interessen kann man heutzutage kaum allein wahrnehmen. Man muss auch nicht schuld sein oder selbst einen Prozess anstrengen, um durch Rechtsprobleme in Konflikte zu geraten. Rechtsstreitigkeiten können sehr lange dauern, hohe Kosten verursachen und für den Einzelnen zu finanzieller Überforderung führen. Eine Rechtsschutzversicherung schützt dagegen. Sie übernimmt die Kosten für den Rechtsanwalt, Zeugen, Sachverständige, das Gericht und die eventuellen Kosten der Gegenpartei. Selbst auf denjenigen, der den Prozess nicht verliert, können hohe Kosten zukommen, zum Beispiel für einen Vergleich. Der Versicherungsschutz gilt mindestens europaweit. Ehepartner und minderjährige Kinder sind automatisch mitversichert. Volljährige Kinder, die ledig sind und noch keiner regelmäßigen beruflichen Tätigkeit nachgehen, sind ebenfalls in den Verträgen mit abgesichert.

Will jemand beispielsweise Schadensersatz nach einem Verkehrsunfall oder einem Sturz geltend machen, braucht er eine Rechtsschutzpolice. In unterschiedlichsten Fällen empfiehlt sich der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung, die jedoch auch Nachteile haben kann.

Rechtsschutzversicherung – das leistet die Rechtsschutzversicherung

Nicht jeder Streitfall wird vom Rechtsschutzversicherer übernommen. Bei einer bloßen Rechtsberatung ist die Kostenübernahme ausgeschlossen. Leistungsausschlüsse sollten vor Vertragsabschluss genau geprüft werden. Es gibt immer eine Wartezeit, die meistens drei Monate, im Arbeitsrecht sogar sechs Monate beträgt. Das bedeutet, dass bestehende Dauerstreitigkeiten und alle Fälle, deren Ursprung länger zurückliegt, nicht durch die Police abgedeckt sind. Übernommen werden Kosten nur in der Höhe, wie sie der Gesetzgeber, beispielsweise im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, geregelt hat. Die Versicherungen können den Vertrag nach ein bis zwei Inanspruchnahmen im Jahr außerordentlich kündigen.

Rechtsschutz im Versicherungspaket

Versicherungsgesellschaften bieten Rechtsschutz meist im Komplett-Paket an. Dieses beinhaltet Arbeits-, Miet- und Grundstücks-, Verkehrs- sowie Privat-Rechtsschutz. Jeder sollte prüfen, ob er eine teure Rundum-Absicherung braucht. Besonders sinnvoll sind Arbeitsrechtschutz und Verkehrsrechtsschutz für Arbeitnehmer und Autofahrer. Mietrechtsschutz sollte man dagegen nicht als Einzelvertrag abschließen, da dafür hohe Beiträge fällig sind. Durch eine Selbstbeteiligung im Schadensfall kann man die Beitragszahlungen reduzieren.

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